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Jagd 2020 / 2021 – ein paar Gedanken über die Jagd zum Jahreswechsel!

Dezember 20, 2020

Ein ungewöhnliches und für jeden Einzelnen sehr anstrengendes Jahr neigt sich seinem Ende zu! Nichts ist, wie es vor der Pandemie war. Medienmeldungen vom Terror in Wien und das durch das Virus aus den Meldungen verdrängte Thema „Flüchtlinge“ lassen uns kurz aufhorchen, bevor wir wieder die Mund-Nasen-Maske aufsetzen!

Still und ohne Aufschrei der Jägerschaft und der Standesvertretung wurde im Oktober 2020 der Landesjagdverband Burgenland fast aufgelöst und zu einer zahnlosen Marionette degradiert. Niemanden rührt dies, keine Solidaritätskundgebung seitens der Jägerschaft, kein Erkennen der strategischen Bedeutung dieses Signals. Sicher, es gibt Wichtigeres dieser Tage, aber die nahende Impfung führt uns wieder zu einer neuen Normalität, doch dann sind die Würfel bereits gefallen.

Ist dies ein Anfang für die bundesweite Auflösung der Standesvertretungen? Was wird der nächste Schritt sein? Regiejagden oder Eingriffe in die Unverletzbarkeit des Eigentums?

Was muss noch passieren, dass unser Sprachroh und „Jagd Österreich“ endlich Präsenz und Stärke zeigen?

Als 1848 in Wien die Revolution tobte, Fürst Windisch-Graetz am Ende blutig die Stadt zurückeroberte, war das Einzige, was Kaiser Franz Josef I dazu meinte: Dürfens denn das? Jeder, der geschichtlich versiert ist, weiß, was die Jahre 1914, 1918 bzw. 3. bzw. 10 April 1919 (Adelsaufhebungsgesetz in Rechtskraft erwachsen) bedeuten.

Also wehret den Anfängen und Solidarität unter der Jägerschaft, mit oder ohne Standesvertretung!

Exkurs: Entstehung der Bundesforste:

Übrigens waren die Gründung und der Beginn der „Bundesforste“ 1923 eine Konsequenz: von 1919:

„Gegründet wurden die Bundesforste im Jahr 1923 aus den Besitzungen der Monarchie (Staatswald und der Privatwald der enteigneten Habsburger), und sind Rechtsnachfolger der k.k. Forstärars. Während der Zeit des Nationalsozialismus in Österreich 1938 bis 1945 waren sie Teil der Deutschen Reichsforstverwaltung. Im Jahr 1997 wurden sie aus der öffentlichen Verwaltung ausgegliedert und in eine AG umgewandelt. Sie sind weiterhin 100-%-Besitz der Republik Österreich, vertreten durch das jeweilige Bundesministerium für Forstwirtschaft. Seither arbeitet das Unternehmen gewinnbringend und zahlt an die Republik Österreich 50 Prozent der jährlichen Gewinne, ein Fruchtgenussentgelt für die wirtschaftliche Nutzung der staatlichen Flächen.“ (Quelle: Wikipedia LINK)

Apropos Bundesforste:

Vor wenigen Wochen wurde – wieder einmal – in Propst-Wald (Bezirk St. Pölten) eine Reh-Riegeljagd durchgeführt, die 56 Rehen das Leben kostete, – obwohl bereits der Abschussplan erfüllt war! Man sollte sich doch überlegen, ob man seitens der Bundesforste wirklich noch Abschüsse oder Verpachtungen anbietet, wenn man anscheinend in Wirklichkeit kein Wild mehr im Wald haben will! Schergen, nicht Jäger und deren Erfüllungsgehilfen, ziehen, einem Wanderzirkus gleich, von Riegler (auf Staatskosten) zu Riegler und erfüllen den Tötungsauftrag: Motto: keine Gefangene!

Ceterum censeo: Wo hört man etwas darüber vom Landesjagdverband?

Sehr geehrte Jägerin, sehr geehrter Jäger!

Wenn schon die Standesvertretungen sich verschweigen und den Nebel der Stille über so wichtige Dinge breiten, ist es wichtiger denn je, dass wir unsere Zunft nach den Grundsätzen der Jagdethik ausüben und uns zur waidgerechten Jagd bekennen.

Vorbildwirkung und die Weitergabe der Begeisterung für die Jagd an die Jugend sind unser aller Überlebenschance als Waidkameraden.

Wehren wir uns geeint gegen die Unterwanderung und Zerstörung unserer Traditionen, gerade auch in Zeiten der Pandemie! Wegschauen und schweigen ist eine Stille, aber auch eine folgenschwere Zustimmung!

In diesem Sinne eine gesegnete Weihnacht, viel Gesundheit und ein kräftiges Waidmannsheil für 2021,

Ihr

Gerhard Amler

1. P.S.:..und sie dreht sich doch…

2. P.S.: für das kommende Jahr eine Zielscheibe für das Einschießen: LINK

2021-04-01T12:10:32+00:00
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